Internationale Fachkräfte sind für viele Arbeitgeber unverzichtbar. Gleichzeitig ist ihre Beschäftigung mit besonderen aufenthaltsrechtlichen Pflichten für Arbeitgeber verbunden. Läuft der Aufenthaltstitel eines aus einem Drittstaat (nicht EU, EWR oder Schweiz) stammenden Arbeitnehmers aus, drohen Bußgelder und strafrechtliche Konsequenzen. Gleichzeitig trifft Arbeitgeber seit dem 1. Januar 2026 eine neue Hinweispflicht auf das Beratungsangebot „Faire Integration“. Der Beitrag erläutert die neue Informationspflicht für Arbeitgeber bei der Anwerbung…
Der demographische Wandel und der Fachkräftemangel stellen viele Arbeitgeber vor das Problem, dass rentennahe Arbeitnehmer mit wichtigem Fachwissen nur schwer ersetzt werden können. Die arbeitsrechtlichen Bestimmungen zur sogenannten Flexi-Rente erlauben seit geraumer Zeit, diesem Problem mit einer befristeten Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses über die Regelaltersgrenze hinaus entgegenzutreten. Diese Möglichkeit wurde nun – an versteckter Stelle – durch eine Ergänzung des § 41 SGB VI erweitert. Demgegenüber hat…
Das Diskriminierungsverbot zugunsten befristeter Arbeitnehmer aus § 4 Abs. 2 TzBfG gehört zu den zentralen Schutzinstrumenten des deutschen Befristungsrechts. Befristete Arbeitnehmer sollen danach „wegen der Befristung“ grundsätzlich nicht schlechter gestellt werden als vergleichbare unbefristete Arbeitnehmer. Ob dieser Diskriminierungsschutz auch für Arbeitnehmer gilt, deren Arbeitsverhältnis mit Erreichen der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung endet, hat nun das BAG entschieden. Das Diskriminierungsverbot nach § 4 Abs. 2 TzBfG In Deutschland stellt…
Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist aus der arbeitsrechtlichen Praxis nicht mehr wegzudenken. Kaum ein HR-Team, das sich im Fall der Fälle nicht mit der Frage konfrontiert sieht: „Was, wenn wir einen Arbeitnehmer kündigen müssen trotz Whistleblowing Meldung?“ § 36 HinSchG verspricht auf den ersten Blick einen scharfen Schutz für Arbeitnehmer – inklusive Beweislastumkehr. Für Arbeitgeber klingt das schnell nach einem faktischen Kündigungsverbot – egal, was für…
127 SGB IV besteht bisher den Praxis-Check: Die Norm schützt Bildungsunternehmen vor potenziell existenzbedrohenden Rückforderungen. Die von der Regierungskoalition versprochene Reform der sozialrechtlichen Statusprüfung ist zwar angekündigt, aber noch nicht konkret absehbar. Daher sieht der Gesetzgeber weiterhin Bedarf für eine Absicherung des Bildungssektors bis zum Ende des Jahres 2027. Mit § 127 SGB IV hat der Gesetzgeber Anfang 2025 auf die verschärfte Rechtsprechung des Bundessozialgerichts…
In unserem Podcast „7 MIN. Arbeitsrecht für Entscheider (m/w/d)“ präsentieren wir Ihnen in nur sieben Minuten die neuesten Themen aus dem Arbeitsrecht im Nachrichtenformat. Ob Sie CEO, Top-Managerin oder HR-Profi sind – hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die die Arbeitswelt heute bewegen. Von aktuellen Gesetzgebungen bis zu strategischen Überlegungen im Personalmanagement, unsere erfahrenen Anwältinnen und Anwälte bringen ihre Expertise direkt zu Ihnen. In…
Während der „fünften Jahreszeit“ herrscht im Rheinland Ausnahmezustand. Besonders zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch wird viel gefeiert – oft draußen bei niedrigen Temperaturen, in luftiger Kostümierung und nicht selten ist zusätzlich Alkohol im Spiel. Für Arbeitgeber zeigt sich dies Jahr für Jahr in einer auffälligen Entwicklung. Mit dem Ende der Karnevalstage schießt die Zahl der Krankmeldungen traditionell nach oben. Zentral stellt sich dabei die Frage: Ist…
Der Ausspruch von Kündigungen gehört für Arbeitgeber zum Tagesgeschäft. Dabei bewegen sie sich jedoch fortwährend im Spannungsfeld zwischen unternehmerischer Entscheidungsfreiheit und erheblichem Prozess- sowie Kostenrisiko. Das wirtschaftlich größte Risiko liegt typischerweise in der Pflicht zur rückwirkenden Gehaltszahlung gemäß § 615 S. 1 BGB im Falle des Prozessverlusts (sog. Annahmeverzugslohnrisiko). In der Praxis stellt sich daher immer wieder die Frage, wie sich das Annahmeverzugslohnrisiko minimieren lässt….
Die Weichen stehen auf digital: Auch Arbeitsverträge wandern zunehmend vom Aktenschrank auf den Bildschirm. Was sollten Arbeitgeber bei der Umsetzung beachten und warum bleibt der Griff zum Papier in bestimmten Konstellationen dennoch unverzichtbar? Vom klassischen Papiervertrag… Lange waren Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitnehmer die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich und eigenhändig unterschrieben auszuhändigen. Faktisch galt damit ein „Papierstandard“ für Arbeitsverträge. Der dahinterstehende Zweck: Arbeitnehmer sollen Transparenz über ihre wesentlichen…
Neben dem aktuell viel diskutierten „Equal Pay“-Grundsatz (siehe unter anderem unseren Blog vom 29.10.2025) ist bei der Lohngestaltung stets auch der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz zu beachten. In einem aktuellen Fall hatte das BAG zu entscheiden, ob einem Arbeitnehmer eine betrieblich vorgesehene allgemeine Lohnerhöhung vorenthalten werden kann, wenn dieser nicht zum Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages bereit ist, oder ob darin ein Verstoß gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz zu…










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