In unserem Podcast „7 MIN. Arbeitsrecht für Entscheider (m/w/d)“ präsentieren wir Ihnen in nur sieben Minuten die neuesten Themen aus dem Arbeitsrecht im Nachrichtenformat. In dieser Episode geht es um: 1.Arbeitsunfähig, aber amtsfähig: Was gilt für Betriebsratsmitglieder? Zunächst geht es um eine aktuelle Entscheidung des LAG Hessen zur Frage, ob ein Betriebsratsmitglied trotz Arbeitsunfähigkeit weiterhin sein Amt ausüben kann. Die Folge erläutert, warum eine Krankschreibung…
Die Arbeitsunfähigkeit eines Betriebsratsmitglieds wird in der Praxis häufig mit dessen automatischer Verhinderung im Betriebsratsamt gleichgesetzt. Das erscheint zunächst naheliegend – ist aber nicht immer richtig. Das LAG Hessen hat in einem Eilverfahren mit Beschluss vom 2. Februar 2026 – 16 TaBVGa 2/26 noch einmal deutlich gemacht: Arbeitsunfähigkeit bedeutet nicht zwangsläufig auch Amtsunfähigkeit. Die Entscheidung des LAG Hessen ist nicht nur für Betriebsräte interessant. Auch…
Während der „fünften Jahreszeit“ herrscht im Rheinland Ausnahmezustand. Besonders zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch wird viel gefeiert – oft draußen bei niedrigen Temperaturen, in luftiger Kostümierung und nicht selten ist zusätzlich Alkohol im Spiel. Für Arbeitgeber zeigt sich dies Jahr für Jahr in einer auffälligen Entwicklung. Mit dem Ende der Karnevalstage schießt die Zahl der Krankmeldungen traditionell nach oben. Zentral stellt sich dabei die Frage: Ist…
Für Arbeitgeber sind nahtlose Krankschreibungen ein Ärgernis: Die Arbeitsunfähigkeit endet am Sonntag – und am Montag liegt schon die neue Bescheinigung auf dem Tisch, diesmal mit anderer Diagnose. Eine neue Entscheidung des LAG Thüringen (Urteil vom 16.12.2025 – 5 Sa 154/23) zeigt, wie streng die Anforderungen sind, einen neuen Entgeltfortzahlungszeitraum auszulösen. Die Entscheidung macht deutlich: Ohne eindeutigen Nachweis einer tatsächlichen Gesundung zwischen zwei Diagnosen wird…
Die Digitalisierung bringt viele schnelle Lösungen mit sich – bis hin zur kurzfristigen Krankmeldung per Mausklick. Doch nicht jede digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist rechtlich mit dem klassischen „gelben Schein“ gleichzusetzen. Während die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung inzwischen Standard ist, mehren sich Fälle, in denen Arbeitnehmer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen über Online-Portale erwerben, ohne jemals ärztlich untersucht worden zu sein. Das damit einhergehende Missbrauchspotenzial liegt auf der Hand. Einem solchen Fall widmete…
Der Beweiswert von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen beschäftigt regelmäßig die Gerichte. Dabei geht es meist um inländische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Doch wie ist es um den Beweiswert von ausländischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AUB) bestellt? Ausgangspunkt: inländische AUB Eine im Inland ausgestellte AUB gilt grundsätzlich als ausreichender Nachweis für die Arbeitsunfähigkeit. Ihr kommt ein hoher Beweiswert zu – das heißt, sie begründet die Vermutung, dass der Arbeitnehmer tatsächlich arbeitsunfähig ist. Der Arbeitgeber kann…
Rund ein Drittel der Deutschen ist heute tätowiert, besonders in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen sind Tätowierungen sehr beliebt und gelten als Ausdruck individueller Lebensgestaltung. Doch was geschieht, wenn eine frische Tätowierung gesundheitliche Folgen hat und eine Entzündung zur Arbeitsunfähigkeit führt? Für Arbeitgeber stellt sich in solchen Fällen die Frage: Muss der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung leisten? Eine Frage des Verschuldens im Sinne des § 3 Abs. 1…
Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist das zentrale Beweismittel eines erkrankten Mitarbeiters für die Entgeltfortzahlung. Was passiert, wenn sich Zweifel des Arbeitgebers an der Erkrankung nur aus Einzelaspekten ergeben, die jeweils für sich genommen nicht ausreichend sind? Bereits Anfang des Jahres entschied das BAG (5 AZR 284/24) über eine mögliche „Gesamtschau“ zum Beweiswert einer im Nicht-EU-Ausland erstellten Bescheinigung (Blogbeitrag vom 30. Januar 2025). Nunmehr hat das Landesarbeitsgericht Köln…
Laut Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) war jede versicherte erwerbstätige Person im Jahr 2024 durchschnittlich 19,1 Tage krankgeschrieben. Trotz des leichten Rückgangs im Vergleich zum Jahr 2023 (19,4 Fehltage), sind die vielen Krankheitstage sowohl für den Arbeitgeber als auch Arbeitskollegen, die die Abwesenheiten der kranken Mitarbeitenden auffangen müssen, eine enorme Belastung. Neben der finanziellen Beeinträchtigung des Arbeitgebers führt der ansteigende Workload für die übrigen Mitarbeitenden…
Homeoffice und mobile Arbeit sind längst nicht mehr nur eine pandemiebedingte Ausweichlösung, sondern haben sich in vielen Unternehmen als fester Bestandteil etabliert. Mit der Rückkehr vieler Unternehmen zur Präsenzkultur im Büro („Return to Office“) entstehen jedoch neue Reibungspunkte, gerade dann, wenn Arbeitnehmer ärztliche Bescheinigungen vorlegen, die eine ausschließliche Tätigkeit im Homeoffice empfehlen oder sogar verordnen. Was bedeuten solche sogenannten „Homeoffice-Atteste“ rechtlich? Wie verbindlich sind sie?…










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