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7 MIN. Arbeitsrecht für Entscheider (m/w/d) – Episode 124 ab sofort verfügbar!

In unserem Podcast „7 MIN. Arbeitsrecht für Entscheider (m/w/d)“ präsentieren wir Ihnen in nur sieben Minuten die neuesten Themen aus dem Arbeitsrecht im Nachrichtenformat.

In dieser Episode geht es um:

1. Der „Golden Handshake“ und seine strafrechtlichen Risiken

Die sogenannte „Iserlohner Abfindungsaffäre“ zeigt, dass ein arbeitsrechtlich wirksamer Aufhebungsvertrag nicht vor strafrechtlicher Verantwortung schützt: Ein Bürgermeister hatte einem Beschäftigten eine Abfindung von knapp 250.000 Euro zugesagt, obwohl kaum ein Prozessrisiko bestand. Das hatte strafrechtliche Konsequenzen für die Beteiligten. Der Fall zeigt: Arbeitgeber sollten deshalb jede Abfindung an ein erkennbares betriebliches Interesse koppeln, außergewöhnliche Sonderzahlungen revisionssicher dokumentieren und stets nach dem Vier-Augen-Prinzip entscheiden.

2. Massenentlassungsanzeige: Mehr Spielraum bei Detailfehlern

Das Bundesarbeitsgericht hat die Anforderungen an die Massenentlassungsanzeige an einer Stelle zwar entschärft. An den grundlegenden Anforderungen ändert sich damit nichts. Für die Praxis bedeutet die Entscheidung keinen Freifahrtschein, sondern etwas mehr Toleranz bei kleineren Ungenauigkeiten, solange das Anzeigeverfahren im Kern funktioniert.

3. Phishing-Tests und ihre arbeitsrechtlichen Grenzen

Simulierte Phishing-Angriffe sind ein legitimes Mittel, um IT-Schwachstellen zu erkennen und das Sicherheitsbewusstsein der Beschäftigten zu stärken. Klickt ein Beschäftigter auf einen Test-Link, sind Abmahnungen oder in Ausnahmefällen sogar Kündigungen zwar grundsätzlich denkbar, ein einmaliger Fehlklick wird dafür aber in der Regel nicht ausreichen, da eine künstlich geschaffene Testsituation wenig darüber aussagt, ob jemand dauerhaft unzuverlässig arbeitet.

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Dr. Julia Pacha

Rechtsanwältin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Counsel
Dr. Julia Pacha berät und vertritt nationale und internationale Unternehmen in sämtlichen Bereichen des individuellen und kollektiven Arbeitsrechts. Einen Schwerpunkt bildet die strategische Begleitung komplexer Restrukturierungsprojekte – von der Konzeption über die Verhandlung bis zur Umsetzung von Interessenausgleichen, Sozialplänen sowie flankierenden Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen. Dabei unterstützt sie Geschäftsleitungen regelmäßig in Verhandlungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften und entwickelt rechtssichere, zugleich pragmatische Lösungen für kollektivrechtliche Herausforderungen. Ergänzend verfügt sie über ausgewiesene Expertise im Betriebsübergangsrecht (§ 613a BGB), in Kündigungsschutzverfahren aller Instanzen sowie in der Exitberatung – von der strategischen Vorbereitung bis zur Gestaltung rechtssicherer Aufhebungs- und Abwicklungsvereinbarungen. Ein weiterer Fokus liegt auf der vertraglichen Gestaltung, von Dienstverträgen für Führungskräfte bis hin zu komplexen kollektivrechtlichen Vereinbarungen. Dr. Pacha bringt langjährige Erfahrung aus einer internationalen Großkanzlei mit, bevor sie als Counsel zu KLIEMT.Arbeitsrecht wechselte. Sie wird dafür geschätzt, auch in politisch sensiblen, hochkomplexen Projekten den Überblick zu bewahren, Prozesse effizient zu steuern und Ergebnisse zu erzielen, die rechtlich belastbar und unternehmerisch tragfähig sind.

Dr. Kerstin Seeger 

Rechts­an­wäl­tin
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Counsel
Kerstin Seeger berät Arbeitgeber in erster Linie zur Ver­trags­ge­stal­tung, zur Führung von Kün­di­gungs­schutz­rechts­strei­tig­kei­ten sowie zu betriebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Fragen. Sie ist Mitglied der Fokusgruppe "Datenschutz".

Roy Grätsch

Rechtsanwalt

Associate
Roy Grätsch berät und vertritt nationale und internationale Unternehmen in sämtlichen Bereichen des individuellen und kollektiven Arbeitsrechts. Neben der Führung von Kündigungsrechtsstreitigkeiten berät er seine Mandanten im Bereich des Betriebsverfassungsrechts sowie in der Vertragsgestaltung.
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